Diese Welle macht heiß!

Eigentlich kommt sie aus der Nachrichtentechnik. Aber seit über 55 Jahren findet sie in den heimischen Küchen Verwendung. Sie hilft Hausfrauen und -männern bei der Essenszubereitung Zeit zu sparen. Kochmuffel können mit ihrer Hilfe den Herd meiden: Die Mikrowelle.

Wenn Iris Thul-Scheuer ihre 20 Jahre alte Mikrowelle anwirft, dann tut sie das eigentlich nur, um schnell mal etwas aufzuwärmen oder ganz selten etwas aufzutauen. Die heute 49-Jährige Berufstätige kauft sich 1990 als Mutter von zwei Söhnen zusammen mit ihrem Mann ihre erste Mikrowelle. Trotz vieler Bedenken. Anfangs nehmen lediglich die beiden Eltern im Mikrowellengerät aufgewärmte Speisen zu sich. Den Kindern in der Mikrowelle aufbereitetes Essen aufzutischen, behagt der Hausfrau nicht. Doch sie informiert sich in den Medien und stellt mit der Einschulung der Söhne sowie der Ausübung eines Berufes das klassische Mittagessen um. Fortan stehen für die Kinder vorportionierte Teller im Kühlschrank bereit, die nur noch kurz in der Mikrowelle aufgewärmt werden müssen. So kann sie vorkochen und die Speisen dem individuellen Geschmack ihrer Söhne angepasst auf den Tellern portionieren. Iris nennt dies eine „praktische, ordnungsbedingte Nutzung der Mikrowelle“.

Am Anfang war ein Schokoriegel

Mikrowellenherde, wie sich Mikrowellen im Fachjargon nennen, finden seit etwa 1954 Verwendung in der heimischen Küche. Wegbereiter für den Einzug der Mikrowellentechnologie in die Haushalte ist der Amerikaner Percy Spencer. Er macht bei der Arbeit an einer Radaranlage für die Firma Raytheon zufällig die Entdeckung, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche schmilzt. Spencer findet heraus, dass die Mikrowellenstrahlen verantwortlich für das ungewollte Schmelzen des Schokoriegels sind. 1947 baut er den ersten Mikrowellenherd im Kühlschrankformat. Acht Jahre später wird einer der ersten kommerziellen Mikrowellenherde auf den amerikanischen Markt gebracht. Seitdem feiert der Mikrowellenherd seinen Siegeszug in die Haushalte – weltweit.

Wie Mikrowellen unser Essen erwärmen

Essenzieller Bestandteil eines Mikrowellenherds ist das Magnetron. Dieses Bauteil erzeugt Mikrowellen und leitet diese in den Garraum. Dort treten sie einige Zentimeter tief in die Speisen ein und sorgen dafür, dass die Wassermoleküle im Essen energetisch aufgeladen und in Schwingung versetzt werden. Das Essen erhitzt sich. Damit dies möglichst gleichmäßig passiert, besitzen Mikrowellenherde sogenannte Stirrer. Diese Stirrer sind willkürlich geformte Metallflügel, die an der Garraumdecke rotieren und die Entstehung von stehenden Wellen verhindern. Außerdem tragen auch Drehteller zu einer gleichmäßigen Erhitzung von Speisen bei.

Kochen – besser ohne Mikrowelle

Jungkoch Patrick Clemens hält nicht viel von Mikrowellen und ihrer Verbreitung in Küchen. Zwar räumt er ein, dass sie für Leute ohne großes Interesse am Kochen eine tolle Erfindung seien. Immerhin gibt der Markt die unterschiedlichsten Fertigprodukte für diese Küchengeräte her. Aber gutes Essen und eine Mikrowelle – das verträgt sich seiner Meinung nach nicht. „Umso bedauerlicher ist,“ sagt er, „dass selbst in manchen Betrieben aus Zeitgründen Mikrowellen eingesetzt werden“. Dies geschieht nicht nur, um ein frisch aus der Kühlung kommendes Stück Butter zu verflüssigen. Sondern auch, um Fleisch oder andere hitzekritische Nahrungsmittel schneller an den Gast zu bringen.

Technik und ihre Tücken

Was die Werbung weißzumachen versucht und wie es in der Realität aussieht, sind oft zwei Paar Schuhe. Das weiß auch Iris. Zwar ist ihre Mikrowelle, ein teures Markengerät, wie sie mit gewissem Stolz berichtet, in 20 Jahren Gebrauch nie kaputt gewesen. Aber die Speisen zuverlässig und gleichmäßig erhitzt, das hat das Gerät entgegen der Aussagen des Herstellers noch nie. Trotzdem kommt für Iris der Kauf eines neuen Gerätes nicht in Frage. Solange das Gerät funktioniert, wird es nicht ausgetauscht. Auch nicht vor dem Hintergrund, dass nach langen Jahren der Nutzung die Strahlungsabschirmung nicht mehr flächendeckend gewährleistet sein könnte. „Elektrosmog ist ohnehin allgegenwärtig“, kommentiert Iris diese Tatsache „und außerdem wird die Mikrowelle nur wenn nötig genutzt.“

Eine redigierte Onlinejournalismusarbeit aus dem ersten Semester, gerettet von einem nunmehr toten Portal. Leider sind die zugehörigen Bilder im Limbus verschwunden.

Still Alive

07. November 2012 – das fünfte Semester des Studiums Multimedia und Kommunikation an der Hochschule Ansbach läuft bereits seit einem guten Monat, Planungen und Arbeiten für Studienarbeiten werden auf Hochtouren abgearbeitet. Vergangenes Wochenende erfolgten dann auch bereits für eine Imagefilm-Studienarbeit im Modul Business TV (Schwerpunkt Journalismus) die Dreharbeiten in einem zahntechnischem Labor bei Frankfurt am Main. Bis Anfang Dezember soll der Beitrag in Absprache mit dem Kunden an selbigen zur weihnachtlichen Akquise übergeben werden. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ein wenig Zurücklehnen kann man sich um Weihnachten herum, bevor es dann im Januar langsam aber sicher ernst und zeitkritisch mit den Studienarbeiten wird.

Azubi Stefan Ehring Jobboerse HOCHTIEF

Apropos früh: Erst an diesem Abend habe ich entdeckt, dass mein Ausbildungsbetrieb, die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, auf Twitter aktiv ist und nach einem kurzen Durchforsten der Unternehmenswebseite das obige Bild entdeckt. Unglaublich, dass die Aufnahme bereits vor 3-4 Jahren entstanden ist. In diesem Sinne an dieser Stelle mal einen virtuellen Gruß an die anderen drei Azubi-Models.

Und weil das erste Bild bereits so schön war, gibt es an dieser Stelle noch ein zweites:

Lernspass Azubis Hochtief

Ein Klick auf die Bilder öffnet übrigens die Stellenbörse von HOCHTIEF.

Statusupdate im März

Huch – da habe ich just feststellen müssen, dass der letzte Blogeintrag tatsächlich bereits eineinhalb Monate und damit in den eisigen Wochen des Januars zurückliegt. Zeit also, das zu ändern. Dieses Mal mit einem eher tagebuchähnlichen Beitrag, der angesichts der Neuerungen im Monat März zustande gekommen ist.

Am 01. März nämlich hat mein sechsmonatiges, studienbegleitendes Praktikum bei der Computec Media AG in Fürth begonnen. Genauer gesagt in der Spieleredaktion Print der Games Group, wo ich die Printredakteure der PC Games und der PC Action tatkräftig unterstützen darf. Das erste Projekt ist dann gleich mal eine umfangreiche Herausforderung gewesen, denn zusammen mit einem Praktikantenkollegen durfte ich ein Special zu Biowares Toptitel Mass Effect 3 auf die Beine stellen, das auf umfangreichen 14 Seiten umgesetzt werden sollte. Über Konzeption und Aufbau der Seiten (in Absprache mit dem verantwortlichen Layouter und den Cheffes aus der Redaktion) sowie Festlegung der Inhalte haben wir zwei Praktis dieses nicht gerade kleine Vorhaben trotz knapper Zeit (und dank eingelegter Wochenendschicht) zeitig stemmen können und präsentieren in der Extended-Ausgabe der PC Games 04/2012 einen Klassenguide mit Tipps zu den verfügbaren Begleitern sowie allgemeinen Ratschlägen, die für den Spielverlauf von Bedeutung sind. An dieser Stelle darf dann auch gleich mal ein ‚viel Spaß beim Lesen!‘ durch den Blog klingen 🙂

Die Angst vor dem leeren Stück Papier

Der ein oder andere kennt es vielleicht: Man hat eine Aufgabe zu erledigen und beschäftigt sich immer wieder mit der Herangehensweise – kommt aber nicht zum sprichwörtlichen ‚Aha-Erlebnis‘, das der eigentlichen Arbeit, der Umsetzung, jedoch vorausgehen muss. Jeder kreativ Schaffende weiß, dass die Idee die maßgebliche Kraft hinter einem Werk ist. Und dass es kaum etwas schlimmeres gibt, als ein (imaginäres) weißes Blatt Papier, das man mit Inhalten füllen soll. In meinem Fall ist diese Angst, so denn man diesen Zustand so bezeichnen kann, im Zusammenhang mit einer Studienarbeit in Animation zu nennen. Aufgabenstellung: eine Titelsequenz für einen Film erstellen, die mindestens 45 Sekunden lang ist und diverse Beteiligte wie Drehbuchautor, Regisseur etc. nennt. Dabei muss der Film nicht tatsächlich existieren und ist nicht auf ein bestimmtes Genre beschränkt. Auch die Wahl des Stils obliegt dem Studenten. Einzige Anforderung: 3D muss Bestandteil sein und Filmausschnitte dürfen nicht übermäßig genutzt werden. Bei so viel Freiheit hat es 3 lange Wochen gebraucht, in denen teilweise sogar Ideen und Konzepte ihren Weg in die Schlafphase gefunden haben, bis der Geistesblitz kam: Ein Trailer zum imaginären Film ‚The Cube Theory‘ soll gebastelt werden. Abstrakt ausgestaltet, passend zum abstrakten Titel. Genreeinordnung: keine Ahnung. Ist auch wurscht. Wenn man sich manche Titelsequenz von Filmen oder Serien anschaut, so haben diese mit dem eigentlichen Film nicht viel zu tun. Jedenfalls bin ich froh, endlich ans Werk gehen zu können, um nach und nach die offenen Studienarbeiten abarbeiten zu können. Dennoch – die Idee hätte eigentlich vor 3 Wochen schon kommen können, als die Themensuche begann. Und ist es nicht unlogisch, dass ein Thema, das völlig offen gestellt wurde, einen durch die Freiheiten beschränkt?! Wie besiegt man das leere Blatt Papier am besten?

Ein allgemeingültiges Rezept zur Beantwortung dieser Frage gibt es sicherlich nicht. Aber was in so einer Situation helfen kann, ist die Intelligenz der Menge. Indem man sich gegenseitig mit Ideen und Konzepten bewirft, schafft man ein kreatives Durcheinander, in dem sich die eine oder andere Idee findet, die umzusetzen sich lohnt. Kein Wunder, dass der Austausch so beflügelt. Schließlich wird auch das bekannte Brainstorming, das eben dadurch besticht, dass es Ideen und Konzepte zusammenhangslos und oft um die Ecke gedacht in den Raum wirft, in vielen, auch wenig kreativen Jobs Anwendung findet. Letztlich gibt es zwar nur einen Entscheider, der aus dem bunten Poutpourrie der Kreativität die richtige Idee, das richtige Konzept herausfischt und umsetzt. Aber sich ins stille Kämmerlein einzuschließen und nur in den eigenen Gedanken zu bewegen, bringt einen nicht voran. Im Gegenteil: Man kommt schnell zu dem Punkt, an dem man seine eigenen Einfälle ziemlich daneben findet. Natürlich kann man sich auch von anderen Werken inspirieren lassen. Doch der unkreative Grat zur Kopie oder Adaption ist schmal.

Prüfungsanmeldungen – abgeschlossen

Am 05. Oktober hat das Studentenleben an der Hochschule Ansbach mit dem dritten Fachsemester wieder so richtig angefangen. Und da ich selbst zum ersten MuK-Jahrgang gehöre, der nach neuer Prüfungsordnung ausgebildet wird, darf ich mich glücklich schätzen, das sogenannte „Orientierungssemester“ zu durchlaufen. Dafür wurde gegen Ende des zweiten Semesters eine stichzeitaktivierte Modulwahl online geschaltet, in der jeder Noch-MuK2er seine Wunschorientierungsmodule nach Prioritäten ordnen durfte. Die Absendezeit wurde protokolliert und aus dieser wurden unter Berücksichtigung der Modulpriorität an jeden Studenten bzw. jeder Studentin vier Orientierungsmodule vergeben.

Heute nun ist Stichtag für die Prüfungsanmeldungen, die seit Montag, dem 17.10. möglich waren – also zwei Wochen nach Beginn der Lehrveranstaltungen. Welche Sinn genau das hat, dass die Prüfungsanmeldungen so früh abgeschlossen sein müssen, erschließt sich mir nicht. Dafür bin ich aber auch bloß Student. Jedenfalls habe ich zeitig meine Prüfungen in den Orientierungsmodulen Animation (Herr Prof. Barta), Content Management Systeme (Herr Prof. Dr. Roderus), Motion Graphics (Herr LB Sklenarik) sowie Videopodcast (Frau Prof. Hermann) angemeldet. Zusätzlich zu diesen Orientierungsmodulen belege ich dann noch Social Media (Herr LB Gerlach), das eigentlich auch mit aufs Konto der Orientierungsmodule zählt. Allerdings habe ich es mir via Antrag anderweitig gutschreiben lassen.

Dass es so einen komplizierten Weg gehen muss, ist mir schleierhaft. Der Antrag war 2 Wochen unterwegs, bevor ich mich heute – also am Stichtag der Prüfungsanmeldung – für die Prüfung in Social Media anmelden konnte. Dabei wurde über die offiziellen Kanäle erst gar nicht aktiv kommuniziert, wie die Antragsstellung vonstatten gehen soll oder dass ein Antrag gestellt werden muss, sondern auf Anfrage ging dies von Student zu Student. Mich würde es also kaum wundern, wenn in der nächsten Woche – nach Ablauf des Anmeldezeitraums – der ein oder andere über den Verbleib oder Status seines Antrags nicht wirklich Bescheid weiß. Vielleicht wird die Frist auch verlängert, immerhin war die Sachbearbeiterin für die Anträge diese Woche ein paar Tage im Urlaub. So jedenfalls kann man niemandem übel nehmen, wenn der vorgeschriebene Anmeldezeitraum für die Prüfungen überschritten wird. Oder anders gesagt: Es herrschen suboptimale Verwaltungsstrukturen an der HS Ansbach.

Mein Studiengang ‚Multimedia & Kommunikation‘